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Udo Lindenberg gibt mitreißendes Konzert in Papenburg

09.09.2017

Papenburg. Das Regentief „Quasimodo“ konnte dem Panikrocker nichts anhaben. Vor rund 20.000 Musikfans hat Udo Lindenberg am Freitagabend in Papenburg ein mitreißendes Konzert gegeben. Dabei sparte er nicht mit klaren politischen Botschaften. Einen überraschenden Gastauftritt hatte Komiker-Legende Otto Waalkes.

Kaum zu glauben, dass Udo Lindenberg schon 71 Lenze zählt. Noch während um kurz nach 20 Uhr das Intro läuft und die Mitglieder des Panikorchesters nach und nach die Bühne entern, schwebt der Rockstar rank, schlank und lässig in einem Lift stehend, mit einem Kran von oben herein. Der Dauerregen, der es der Vorband SDP noch schwer gemacht hatte, hat zu diesem Zeitpunkt ausnahmsweise für eine gewisse Zeitspanne aufgehört.

Ein guter Draht nach oben

„Das war doch eine klare Sache“, nuschelt Lindenberg ins Mikrofon, nachdem er – schnoddrig, wie ihn seine Fans seit Jahrzehnten kennen und lieben – sein erstes Gastspiel in Papenburg mit „Odyssee“, „Einer muss den Job ja machen“ und „Mach mein Ding“ eröffnet hat. Er habe gute „Connections zu denen da oben“, mit denen Lindenberg seine verstorbenen Eltern Gustav und Hermine meint, die er explizit beim Namen nennt. „Regen, verpiss Dich!“, habe er gesagt.

Regenschirme verboten

Brav bedankt sich der Panikrocker beim Publikum, das auch nach Konzertbeginn weiter in Scharen auf das Gelände strömt, hinter dem sich majestätisch das neue Kreuzfahrtschiff der Meyer Werft, die „World Dream“, erhebt. „Es ist so spitze, hier zu sein“, sagt Lindenberg und dankt seinen Fans für „Treue und Liebe“. Lindenberg blickt in die Menge, in der sich Tausende in teils bunte Regencapes gehüllt haben. Schirme sind verboten und werden an den Einlasskontrollen ebenso einkassiert wie Glasflaschen. Viele Zuschauer schneiden den Auftritt unablässig mit ihren Smartphones mit. Sie verfolgen gebannt, wie der Kran noch weitere Male spektakulär zum Einsatz kommt.

Otto singt AC/DC

Zunächst sind es drei Damen, von denen sich eine an einem Trapez rekelnd in rotem Licht zu den Klängen von „Cello“, einem der jüngeren Lindenberg-Klassiker, bewegt. Für einen Überraschungseffekt sorgt der Auftritt von Otto Waalkes, der zusammen mit einem grünen UFO, dem Außerirdische (oder Außerfriesische?) entsteigen auf der Bühne auftaucht. Zusammen mit Lindenberg gibt der ostfriesische Blödelbarde eine Coverversion von AC/DCs „Hells Bells“ zum Besten. Zuvor hat sich Lindenberg, der das Mikro samt Kabel zwischenzeitlich immer wieder wie ein Lasso schwingt, direkt auf der Bühne ein Gläschen Eierlikör genehmigt. „Ist gut für die Stimme“, raunt er dem Publikum zu. Das Panikrocker-Image will eben auch mit 71 gepflegt werden.

 
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